Bomag Müllverdichter 1:5

Die Vorbereitung dieses Modells gestaltete sich mal ganz anders.

Zunächst besuchte ich mit meinem CAD Zeichner das Werk und schauten uns einen Prototypen bei Testfahrten an.. Natürlich war der noch nicht fertig und es gab in den nächsten Wochen auch noch die eine oder andere Änderung. Der Vorteil an diesem Projekt war, das uns originale CAD Zeichnungen aller Baugruppen zur Verfügung gestellt wurden.

Diese CAD Daten nutzen uns enorm und wir konnten unsere eigene Konstruktion erstellen. Damit stimmten natürlich alle Maße und Proportionen. 

Irgendwann war es dann soweit und die ersten Blechteile kamen vom Lasern. Ein großes Puzzle, welches dann Schritt für Schritt per WIG miteinander verschweißt wurde.

Als Blechstärke nutze ich wieder 2,5mm. Aber bei sichtbaren Teilen beachteten wir die Originalen Materialstärken. Somit sind die Tragösen für das Schild auch aus 10mm Stahl. Die Kopfplatte des Vorder und Hinterwagens bestehen sogar aus 12mm Stahl.

So entstand ein Modell mit sehr imposanter Größe. Hier der Hinterwagen mit Kabine und Motorhaube. Die Haube wurde 3D gedruckt, abbgeformt und dann in GFK laminiert. 

Das Zentrale Gelenk zwischen Vorder- und Hinterwagen muß alle Kräfte aufnehmen. Ich entschied das Gelenk in Grauguß gießen zu lassen. Also wurde es gezeichnet, die Form 3D gedruckt und abgegossen.

Der Vorderwagen stellte in punkto Platzangebot eine große Herrausvorderung. Schildantrieb und Lenkung funktionieren beim Original per Hydraulik.  Ich wollte aber vermeiden in einem Modell, welches vorwiegen in der Welt unterwegs ist und von "Nichtmodellbauern" bewegt wird, problematische Technik zu verbauen. Somit entschied ich mich gegen Hydraulik. Also mußten alle Bewegungen Mechanisch geklärt werden. Fahrmotor, Motor zum Schild heben und 2 Lenkmotore, brauchten aber ihren Platz. Somit war mit den entsprechenden Endschaltern und Fahrantriebsübertragung keinerlei Freiraum um Vorderwagen.

 

Die Räder benötigten eine Radnabe, die mittels Spannsatz auf den 30mm Wellen befestigt wurden. Der Hydraulik-Planetenmotor wurde zur Abbdeckung.

 

Die Blechteile der Räder sind 3mm Stahl. Zum schluß wurden noch die Scheiben mit den Zähnen aufgezogen. Da diese aus hart eloxiertem Alu bestehen habe ich sie verschraubt.

 

Ein Rad wiegt ca 17kg.

Der letzte Zusammenbau nach dem Schweißen und Grundieren zeigt die Außmaße dieses Modells. Einige Schichten Farbe sorgen für den entsprechenden Schutz vor Rost.

Vervollständigt wurde auch dieses Modell mit einigen Zinngußteilen der Scharniere, Türklinken Spiegelhaltern.....

Für die Elektrifizierung fanden einige Bauteile den Weg in das Modell. Empfänger, separate BRC Versorgung, Beier Soundmodul und mehrere Fahrregler von Modellbauregler.de. Diese haben wiederum den Vorteil , das man in der Wahl der Spannung variabel ist. as war beim Schild notwendig. Alle Spindelmotore sollten mit 12V versorgt werden.  Soundmodul benötigen auch ihren Platz. Bei der In Betriebnahme stellte sich aber herraus, das Schild und Lenkung zu langsam und Kraftlos waren . Also auf 24V umgeschaltet und alles war gut.

Die Bedienplatine befindet sich von Außen hinter einer Servicetür im Lüfterturm. Angefangen mit einem 80A Sicherungsautomat aus dem Sportbootbereich über die LED kontrollierten Schalter der 12 Schaltspannungen. Da alles im Inneren des Fahrzeuges verbaut ist und die Haube auch nur per Motor zu öffnen geht, mußte noch eine Notentriegelung eingebaut werden. Hier kann ich beim Totalausfall der verbauten Elektronik oder def. Akkus, fremd einspeisen und den Haubenmotor von außen steuern.

Sitz, Armaturenbrett und Dachverkleidung der Scheinwerfer entstanden im 3D Druck und wurden mit div. Polyteilen vervollständigt

Im Motorraum entstand ein Dummi der ie Bestandteile des Agregates grob darstellen sollte.

Viele Kleinigkeiten, wie Kabineneinrichtung. Rund umleuchte, Arbeitsbühne, oder auch Hydraulik und Zentranschmierleitungen Vervollständigen das Modell. Ein Scheibenwischer oder die großen Spiegel gehören genau so dazu wie die Aufkleber mit Typenschild, Warnschild und Produktbezeichnung.

Nach 5 Monaten Bauzeit und vielen 100 Einzelteilen kann er nun auf entsprechenden Messen zum Einsatz kommen. Das Modell wiegt nun rund 200kg. Im Nachhinein hat er ein Produktupgrate bekommen. Ein weiteres Schild zur Erdverdichtung und entsprechenden geänderten Rädern. 

Momentan entsteht ein weiteres Modell da der Einsatz des Modells zur Präsentation sich als Erfolg herausgestellt hat.